Ab dem 31.12.1968 wurden in der Hauptwerkstatt der Leipziger Verkehrsbetriebe insgesamt 596 Trieb und 272 Beiwagen der Typen T4D und B4D angeliefert. 

Sie wurden bei den Leipziger Verkehrsbetrieben eingereiht in die Wagennummern

Offizielle Bezeichnung Betriebsinterne Bezeichnung Wagennummern
T4D Typ 33 und Typ 33a 1601 - 2197
B4D Typ 65 und Typ 65a 501 - 773

Die Trieb und Beiwagen verfügen seit langem wieder über 2 Drehgestelle und um den Fahrgastfluss zu beschleunigen jeweils 3 Türen die am Wagenanfang, in der Mitte und am Wagenende verbaut wurden.
Die Typen 33 und 65 unterschieden sich nur durch eine geänderte Sitzanordnung von den Typen 33a und 65a.

Während die Typen 33 und 65 jeweils links und rechts im Fahrgastraum eine Sitzreihe hatten, bekamen die Typen 33a und 65a auf der Türseite jeweils Doppelsitze vom Werk aus verbaut. Lediglich die letzte Lieferserie der Typen 33a und 65a waren durch ihre Eckigen Seitenbegrenzungsleuchten,Blinker und Zugschluss inkl. Bremslichter zu erkennen.

Stufenanwahl Stromverbrauch
Stufe 1 250 A
Stufe 2 310 A
Stufe 3 360 A
Stufe 4 410 A
Stufe 5 460 A

Mit dem Taster "Schwere Anfahrt" hätten sogar 520 A aufgenommen werden können, dieser war aber durch die Schlosser der Hauptwerkstatt bei Anlieferung und Inbetriebnahme umgehend stillgelegt.
In den ersten Jahren durfte sogar nur mit maximal der dritten Fahrstufe angefahren werden.

Technische Daten T4D:                                                                      

Länge über Kupplung 15200 mm
Wagenkastenlänge 14000 mm
Wagenkastenbreite 2200 mm
Wagenkastenhöhe 3063 mm
Abstand Drehgestellzapfen 6400 mm
Achsabstand der Drehgestelle 1900 mm
Sitzplätze 20 Typ33/26 Typ 33a
Stehplätze 121 Typ 33/106 Typ 33a
Motorentyp TE 022B
Motorenleistung 4x40 kW
Höchstgeschwindigkeit 55 km/h

Technische Daten B4D:

Länge über Kupplung 15200 mm
Wagenkastenlänge 1400 mm
Wagenkastenbreite  2200 mm
Wagenkastenhöhe 3063 mm
Abstand Drehgestellzapfen 6400 mm
Achsabstand der Drehgestelle 1900 mm
Sitzplätze 21 Typ 65/28 Typ 65a
Stehplätze 134 Typ 65/115 Typ 65a

Der erste im Liniendienst auf der Linie 27 laufende Triebwagen war Tw 1611 dieser kam ab dem 14.02.1969 zum Einsatz.
Der Tatrazugbetrieb wurde am 1.6.1969 auf den Linien 17 und 27 aufgenommen, der erste Großzug bestehend aus zwei Trieb und einen Beiwagen wurde am 11.08.1970 aufgenommen. Dieser wurde von den Fahrzeugen 1613+1626+507 auf der Linie 27 durchgeführt. Entgegen der Angaben des Herstellers und Lizensgebers wurde in Leipzig mit nur einem angelegten Stromabnehmer gefahren. Die Umrüstung aller Oberleitungskontakte an Weichen und Sicherungsanlagen für eingleisige Strecken entfiel. Die Übertragung der Energie für Fahrstrom und Hilfsbetrieb wurde Anfangs über ein Zusatzkabel vom ersten zum Zweiten Triebwagen. Tüftler der Hauptwerkstatt haben später die ESW Kupplung so umgebaut das die Schaltung der 600 V geeigneten Kontakte in der Kupplung integriert waren und das Zusatzkabel weg gelassen werden konnte. Alle vorhandenen Wagen wurden demzufolge Umgerüstet. Der Hersteller war dazu nicht bereit verlegte das Traktionskabel dennoch im Kabelkanal und lieferte lose einen Schütz mit. Dieser wurde dann durch die Hauptwerkstatt durch einen kurzen Umbau verbaut, so dass alle Fahrzeuge von der Auslieferung aus der Hauptwerkstatt nur noch über die ESW Kupplung mit 600 V und Hilfsbetrieb versorgt wurden.

Erst bei der Lieferung des Nachfolgetyps wurde die ESW vom Werk aus so gebaut.